Freitag, 9. Oktober 2015

Herbstfülle

 
Nach einem langen heißen und trockenen Sommer ist nun der Herbst eingekehrt.
In diesen Tagen hängen noch Schlehen, Hagebutten und Ebereschenbeeren an den Sträuchern und Bäumen. Für diese Früchte wird es langsam Zeit sie zu ernten, damit wir noch was abbekommen.  
 

 
Anders sieht es mit den "Herbstfrüchten" aus. Überall auf den Straßen, im Wald und in den Gärten finden wir Eicheln, Bucheckern, Ross- und Esskastanien und Nüsse auf dem Boden.
Dieser Herbst beschenkt uns reich mit seinen "Herbstfrüchten". Und das schönste, sie sind einfach da, sie müssen Sie nur aufsammeln!
 
Während die Rosskastanien eher für Bastel- und Deko-Zwecke Verwendung finden. Vielleicht auch noch für eine Salbe bei Venenleiden, sind die anderen Früchte eine Bereicherung für unseren Speiseplan. Auch wenn die ein oder andere Frucht etwas mehr Arbeit in der Zubereitung macht. Sie alle liefern uns Inhaltsstoffe und Geschmäcker, die wir in dieser Form nicht allzu oft bekommen.
 
Nehmen Sie auf ihren nächsten Spaziergang also auf jeden Fall einen Beutel oder Korb mit, um diese Schätze einzusammeln.
 
Bucheckern lassen sich geschält und geröstet über einen Salat streuen, sie können Sie in einen Apfel-oder Birnenkuchen mit einbacken, oder sie geben Sie mit in ein Pesto.
Beachten Sie aber bitte, dass Bucheckern nur in geringen Mengen roh gegessen werden sollten, da sie viel Oxalsäure, aber auch Alkaloide und Trimethylamim enthalten die giftig sind. Beim Erhitzen (rösten, backen, ... ) werden diese Stoffe abgebaut.
 
Eicheln hingegen können sie in größeren Mengen sammeln und zu Mehl verarbeiten. Auch wenn dies einige Mühe kostet (Anleitungen finden Sie im Internet).
 
Wer mit diesen Früchten noch nicht genug hat, kann sich im Wald auch auf die Suche nach essbaren Pilzen machen! Hierzu bietet in unserem Umkreis die Volkshochschule Solingen verschiedene Führungen an, bei denen sie ihr Wissen erweitern und/oder aufbauen können!





 
 

Montag, 6. Juli 2015

Schwarzwald, Sommer und Kräuter

das war unser diesjähriger Urlaub.
Irgendwie war es ein bisschen wie eine Kräuterreise.
Erst ein Tagesseminar mit Ursel Bühring - rund um hiesige Heilpflanzen und ihre Anwendung.
Neben den Heilpflanzen wies Frau Bühring aber auch immer wieder auf die Schönheiten in der Natur hin und so zeigte sie uns verschiedene Pflanzen, die zwar keine Verwendung in Küche und Kräuterheilkunde finden, die jedoch eine Bereicherung für unsere Natur und unser Herz sind!

 

Frau Bühring versteht es ihr Wissen kurzweilig, interessant und leicht verständlich zu vermitteln. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal für diesen tollen Tag!


Zubereitung einer Tinktur bei Frau Bühring
Dann eine ganze Woche mit Wolf-Dieter Storl - auch im Schwarzwald - im Haus Lichtquell. Diese Woche war verbunden mit viel Wissen, Pflanzenmeditationen und Naturritualen. Diese Mischung sorgte für eine tiefen Entspannung und weitere Erkenntnisse. Bzw. so langsam verstehe ich die Zusammenhänge und kann mir mythologisches, geschichtliches und pflanzliches besser merken.
Unglaublich, dass Wolf-Dieter so ein umfangreiches Wissen hat und darauf zurückgreifen kann, ohne noch mal nach zu lesen.
Auch dir an dieser Stelle noch einmal vielen lieben Dank für diese tollen Tage und dass du uns an deinem Wissen teilhaben lässt!


 
 
Wieder zu Hause habe ich weiter Kräuter und Blüten geerntet um Tinkturen und Kräutersalze anzusetzen, die jetzt in der Küche stehen und reifen! 
 
 
Am Ende des Urlaubs folgte dann noch ein Tag beim ethnobotanischen Wochenende im Saarland. Auch dieser Tag war voll mit Wissen und Anregungen, die ich Ihnen hoffentlich bei meinen nächsten Führungen weitergeben kann.
Sarah und Patrick, vielen Dank für Euer Engagement und die jährliche Organisation dieses Wochenendes.

Sonntag, 5. Juli 2015

Geschenke aus Küche, Garten und Natur

so lautetet der Titel eines Workshops im VHS-Biogarten - vergangenen Sonntag.



Es trafen sich diesmal "nur" interessierte Frauen und stellten mit Eifer und Freude verschiedene Geschenke her.














 
 
Vielleicht war auch schon das ein oder andere Weihnachtsgeschenk dabei?!?

 
Und für alle die noch mehr Eindrücke aus dem Kurs sehen und hören möchten, ist der 18.7.2015 die Gelegenheit. Denn der WDR-Hörfunk war live dabei und berichtet in seiner Sendung "Drinnen und Draußen" über den Workshop.
 
 

Montag, 15. Juni 2015

Johanni und der Mittsommer

Bald ist es soweit, der Mittsommer rückt immer näher und mit ihm auch das Johannifest. Für alle die sich  mit Wildkräutern beschäftigen ein wichtiger Zeitpunkt. Gilt es doch jetzt das Johanniskraut bzw. seine Blüten zu sammeln und das Johanniskrautöl bzw. Rotöl anzusetzen.
Aber auch die grünen Walnüsse müssen bald geerntet und eingelegt werden. Damit wir diese im Winter genießen können.
Holunderblüten für den Erkältungstee liegen schon zum trocknen aus oder sind sogar schon abgefüllt und gut verwahrt.
Nach dem wir im Frühjahr also hautsächlich direkt und frisch genossen haben, geht es nun los mit der Vorratshaltung unserer Schätze.

Wussten Sie, dass Sie aus den Blüten des roten Klatschmohns einen Sirup herstellen können? Versuchen Sie es doch gleich einmal. Viel Spaß beim Sammeln, zubereiten und trinken!






Montag, 13. April 2015

Immer wieder kommt ein neuer Frühling

und so kommt er auch dieses Jahr. In den letzten Tagen scheint es fast möglich zu sein, den Pflanzen beim Wachsen zuzugucken. Innerhalb weniger Tage stehen Wiesenschaumkraut, Löwenzahn und Gundermann in voller Blüte und schmücken unsere Wiesen.





















Die Wildbienen und Honigbienen fliegen munter durch den Garten und beginnen fleißig damit Vorräte für ihre Brut zu sammeln.
Tja und ich selber?
Ich verbringe so viel Zeit wie möglich draußen. Neben der Gartenarbeit gönne ich mir aber auch die Zeit, einfach nur dabei zu sein. Die Pracht des Frühlings in mich aufzunehmen. Den Bienen Die Vögel dabei zu beobachten, wie sie ihre Nester bauen und Nistmaterial zusammen tragen, ...





Hoffentlich haben auch Sie Zeit, diese herrliche Zeit des "Neubeginns" zu genießen. Haben sie auf dem Weg zur Arbeit schon gesehen, wie der Löwenzahn - aus der Fuge im Bordstein - strahlt? Oder vielleicht haben sie die Mauerbiene gesehen, wie sie in einem kleinen Loch in der Hauswand verschwand um dort ihre Brut abzulegen? Vielleicht erfreuen Sie sich aber auch am Gesang der Vögel - morgens bevor der Wecker klingelt?

Nehmen Sie sich Zeit, diese Augenblicke bewusst wahrzunehmen. Die Natur ist ein Teil von uns und sie wird nicht müde es uns zu zeigen, in dem sie jede noch so kleine Lücke mit Leben füllt - in der Hoffnung dass wir sie wieder wahrnehmen!

Samstag, 21. Februar 2015

Frische Wildkräuter

Kaum zu glauben, aber wahr. Die ersten Wildkräuter habe ihre Erntezeit fast schon wieder hinter sich. An vielen Stellen steht das Scharbockskraut schon in voller Blüte. Das bedeutet, dass sich die Alkaloide in der Pflanze erhöhen und dann nicht mehr gut von uns vertragen werden. Die Ernte ist also schon vorbei.
Doch vielleicht haben Sie Glück und finden an schattigen Stellen noch blütenloses Kraut!


 
 
 Oder Sie machen sich auf die Suche nach Huflattich. Auch er zeigt bereits seine leuchtend gelben Blüten. Diese können Sie ihre Teemischungen beifügen oder als essbare Speisendekoration auf ihrem Salat verwenden.
Aufgrund der enthaltenen Pyrrozilidinalkaloide, sollten Sie den Huflattich jedoch nicht täglich und nicht in größeren Mengen zu sich nehmen.
Die Blätter der Pflanze erscheinen erst am Ende der Blütezeit oder sogar erst nach der Blüte.
Jetzt erkennen Sie den Huflattich an seinem geschuppten Stängel. Die Pflanze steht gerne an sonnigen Standorten und wie sie auf dem Foto erkennen, ist sie was die Bodenansprüche angeht, sehr genügsam.



Freitag, 6. Februar 2015

Saatgut - Festival

150129_Saatgutfestival
 
 
Auch die "Wilde Möhre" ist an diesem Tag mit dabei! Kommen Sie vorbei und informieren Sie sich rund um "alte" Nutzpflanzen, Saatgut etc. Natürlich könne Sie bei den Händlern auch Saatgut erwerben! Und falls es so kalt bleibt wie im Moment, ist für eine wärmende Suppe gesorgt!
 
Hier finden Sie weitere Informationen!